Im Vordergrund der geriatrischen Behandlung steht das Bemühen, dem älteren Menschen seine Alltagskompetenz wiederzugeben. Die dazu notwendige Therapie wird in der DRK Klinik für Geriatrie und Rehabilitation im Team durchgeführt.
Bei Aufnahme in der Klinik wird der Patient von speziell weitergebildeten
Ärzten
körperlich untersucht, wobei speziell auf Funktionseinschränkungen
geachtet wird. Die Erfassung des medizinischen und psychosozialen
Status und der funktionellen Fähigkeiten in standardisierter Form bei
Aufnahme und bei Entlassung ergibt zusammen mit anderen Daten das sogenannte Geriatrische Basis Assessment. Dies ermöglicht die standardisierte Auswertung
der Behandlungsergebnisse, was im Rahmen des Gemidas-Projektes einen
bundesweiten Vergleich der geriatrischen Kliniken erlaubt.
Der Stationsarzt und das
Pflegepersonal
sind auch zukünftig für Patient und Angehörige primärer Ansprechpartner
bei Fragen der akutgeriatrischen Behandlung bzw. zum Rehabilitationsverlauf. Ein Mitglied der
physiotherapeutischen und
ergotherapeutischen
Abteilung wird als nächstes einen Aufnahmestatus erheben. Wir bemühen
uns, bis zum Ende des stationären Aufenthaltes jedem Patienten einen
festen Therapeuten zuzuordnen, um so den Aufbau eines
Vertrauensverhältnisses zu erleichtern. Je nach Krankheitsbild wird anschließend noch eine Untersuchung durch die
Sprachtherapeutin und die
Psychologin durchgeführt.
Dann setzt sich das therapeutische Team zusammen und erstellt für den Patienten ein Therapieprogramm. Regelmäßig wird im Rahmen einer wöchentlichen Teambesprechung unter Leitung des Chefarztes oder Oberarztes (Qualifikation Klinische Geriatrie) und unter Beteiligung des Stationsarztes, der Sozialarbeiterin und Vertreter aller multidisziplinärer Therapiebereiche dieses Programm diskutiert und verlaufsbezogen angepasst. Dabei wird der individuellen Leistungsbreite des Patienten besonderes Gewicht beigemessen.
So frühzeitig wie möglich wollen wir die
Angehörigen der Patienten in die Rehabilitation mit einbinden. Sie werden von den verschiedenen Therapeuten im Umgang mit dem Patienten angeleitet, von den Pflegekräften
in der Pflege und im Umgang mit speziellen Therapieformen, z.B. der PEG Ernährungssonde, der Insulinapplikation oder notwendiger
Verbände unterwiesen. Die weitere häusliche Versorgung wird mit ihnen
besprochen, offene Fragen gegebenenfalls geklärt. Dabei wird auch die Frage eventuell
notwendiger Hilfsmittel besprochen.






