Die Arthrose, eine degenerative Gelenkerkrankung, entsteht vorwiegend aus einem Missverhältnis zwischen Gelenkbeanspruchung und Beschaffenheit beziehungsweise Leistungsfähigkeit der einzelnen Gelenkanteile und Gelenkgewebe. Die individuelle Gewebsqualität, speziell des Bindegewebes, ist hierbei von entscheidender Wichtigkeit. Klinisch führend sind Schmerzen und Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit. Insbesondere beim älteren Patienten findet sich begleitend, aber auch isoliert häufig eine Osteoporose. Man versteht darunter eine Verminderung der Knochenmasse und eine negative Veränderung des Knochenaufbaus. Aufgrund der geringeren Tragfähigkeit der Knochen kommt es gehäuft zu Knochenbrüchen, insbesondere in der Wirbelsäule mit Rundrückenbildung („Witwenbuckel"), aber auch bei an sich harmlosen Stürzen im Bereich der Extremitäten.
Die akutgeriatrische Komplexbehandlung mit rehabilitativen Aspekten oder die geriatrische Rehabilitation will eine Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit, eine bessere
Gelenkbeweglichkeit und ein gelenkschonendes Verhalten erreichen. Von
krankengymnastischer
Seite werden hier lokale Wärme- und Kälteanwendungen, spezielle
Lagerungen, Elektrotherapie, Bewegungsbad, Schlingentisch zur
Muskelkräftigung und insbesondere auch muskellockernde Massagen
eingesetzt.
Ergotherapeutisch steht die Einübung von Bewegungsabläufen im Alltag, die besonders gelenkschonend sind, im Vordergrund. Die
ärztliche Therapie wird eine medikamentöse Einstellung auf neuere, teilweise die Knochenstruktur und Knochenmasse
verbessernde Medikamente, die ausführliche Aufklärung des Patienten
über die Art seiner Erkrankung und notwendige Verhaltens- und
Ernährungsweisen aber auch die lokale oder systemische Schmerztherapie
umfassen. Neben den üblichen Therapieformen werden in Zusammenarbeit
mit der physikalischen Therapie dabei auch Fußreflexzonenmassage und,
wo sinnvoll, auch Akupunktur eingesetzt.



