Was ist Geriatrie?
Ältere Menschen sind von zahlreichen medizinischen Problemen betroffen, die ihre Fähigkeit zur eigenständigen Lebensführung stark beeinträchtigen können.
Die geriatrische Behandlung mit der Geriatrischen Rehabilitation hat zum Ziel, diese Fähigkeiten wieder herzustellen, dem Betroffenen seine Alltagskompetenz wieder zu geben. Nicht passives Gepflegtwerden ist Zielsetzung der Bemühungen, sondern Wiedererlangen der körperlichen wie geistigen Fähigkeiten.
Die häufigsten Krankheitsbilder, die letztlich dazu führen, daß der Betroffene im Alltag nicht mehr zurechtkommt, lassen sich in wenigen Gruppen zusammenfassen:
- Zustand nach akuten
neurologischen Erkrankungen, z.B. Schlaganfall - Schwere
neurologische Systemerkrankungen, z.B. Multiple Sklerose, Parkinson'sche Krankheit, Polyneuropathie - Zustand nach
Operationen und Verletzungen am Skelett, z.B. Gelenkersatz, Amputationen mit und ohne Prothesenversorgung, komplizierte Knochenbrüche - Chronische
Gelenkerkrankungen und -veränderungen, z.B. Arthrosen - Folgen schwerer
internistischer Erkrankungen, z.B. nach Herzinfarkten, schweren Lungenentzündungen, entzündlichen Darmerkrankungen.
Gerontopsychologische Erkrankungen, z.B. Demenz.
Im Krankenhausbedarfsplan des Saarlandes sind 15 akutgeriatrische Krankenhausbetten für die DRK Klinik Mettlach ausgewiesen. D.h. der niedergelassene Hausarzt kann die direkte Einweisung in die Klinik vornehmen und die altersgerechte medizinische Diagnostik und Therapie im engen Kontakt mit der Klinik abstimmen. Zur Behandlung kommen akute Krankheitsgeschehen und geriatrische Symptome (die sogenannten 4 geriatrischen I's: Immobilität, Instabilität, Inkontinenz und intellektueller Abbau). Die akutgeriatrische Behandlung befasst sich somit mit dem Auftreten einer akuten Erkrankung, die neben der akuten Gesundheitsstörung zur Dekompensation des labilen Gleichgewichtes zwischen gleichzeitig vorhandenen chronischen Erkrankungen und Behinderungen führt.
Dieses relativ unkomplizierte Direkteinweisungsverfahren soll gesundheitliche Beeinträchtigungen und den Verlust oder den drohenden Verlust der Alltagskompetenz verhindern.





