Ärzte bei einer Operation

Endoskopie Abteilung

Endoskopie der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse

 

Bei der ERCP Untersuchung (endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikographie)  werden die Gallengänge, die Gallenblase und das Bauchspeichel-Drüsengangsystem mit einem speziellen Endoskop untersucht.  Notwendig wird dieses Verfahren beispielsweise bei  anhaltenden Beschwerden im Oberbauch,  bei Verdacht auf Gallensteine oder Tumorwachstum.

 

Aufklärung:
Vor der Untersuchung klärt Sie ein Arzt über die Untersuchung und deren Risiken auf. Er geht ausführlich auf Ihre Fragen ein und mit Ihrer Unterschrift stimmen Sie der Durchführung des Eingriffs  zu. Sie erhalten eine Ausfertigung des Aufklärungsbogens für Ihre persönlichen Unterlagen.

 

Vorbereitung:
12 Stunden vor der Untersuchung dürfen Sie nichts mehr essen und trinken. Am Morgen der Untersuchung bitte auch nicht Rauchen!

 

Sicherheit:
Unser Sicherheitsstandard sieht vor der Untersuchung folgende Maßnahmen vor:

  • Messung des Blutdrucks und der Sauerstoff-Sättigung im Blut per Pulsoxymetrie
  • Vorsorglich wird ein venöser Zugang über eine Braunüle gelegt, damit im Notfall eine schnelle Medikamentengabe möglich ist.
  • Über eine Sauerstoffbrille wird während der Untersuchung Sauerstoff zugeführt. Durch die Gabe von Sauerstoff fühlen Sie sich nach dem Eingriff insgesamt wohler.

 

Durchführung:
Der Patient erhält eine Sedierung für die Dauer von ca. 30 Minuten. Anschließend führt der Arzt das dünne biegsame Duodenoskop (spezielles Endoskop) über den Mund,  Speiseröhre, Magen  und Zwölffingerdarm bis hin zu den Gängen der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse. Um die Gangsysteme darzustellen, wird ein Röntgen-Kontrastmittel mit Hilfe einer dünnen Sonde vor Ort eingebracht. Unter Röntgenkontrolle kann der Arzt eine genaue Beurteilung vornehmen und in der Situation entscheiden, ob weitere Eingriffe vorgenommen werden müssen.

 

Therapeutische Möglichkeiten (u.a.):
Verschlüsse des Gallenganges können beispielsweise zu einem lebensbedrohenden Krankheitsbild führen. In einem solchen Fall bieten sich dem Arzt verschiedene therapeutische Möglichkeiten. So kann die Erweiterung der Papille durch entsprechende Dilatationskatheter oder einen Ballonkatheter vorgenommen werden. Die Beseitigung von  Gallengangsteinen erfolgt durch ein sogenanntes Dormiakörbchen oder einen Extraktionsballon. Sitzen Gallensteine in der Gallenblase muss diese weiterhin durch den Chirurgen entfernt werden. Engstellen im Gangsystem können durch das  Einbringen eines Plastik- oder Metallröhrchens (Stent) in den Gallen- oder Pankreasgang behoben werden.  Das Gallesekret kann dann ungehindert abfließen.

 

Nach der Untersuchung:
Sie erholen sich nach der Untersuchung für ein bis zwei Stunden in der Endoskopie-Abteilung. Erst wenn Sie ganz wach sind, verlassen Sie den Bereich. Bis dahin betreuen Sie die Mitarbeiterinnen der Abteilung.

 

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